Starte unperfekt.

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Hör auf, erst die perfekte Kulisse zu bauen und fokussiere dich auf den Wert, den du geben kannst.

Wenn du das hier liest, hast du vermutlich auch tausend Ideen, aber setzt davon nur wenige in die Tat um. Willkommen, so geht’s uns auch oft. Und vermutlich liegt es auch bei dir oft daran, dass die Umstände nicht günstig sind, die Idee noch nicht ausgereift ist oder du einfach noch mehr Zeit zur Vorbereitung brauchst. Wir fühlen das. In genau dieser Schleife hingen wir auch. Zuletzt, weil wir viel zu viel Zeit in die Kulisse unserer Videos investiert haben.

In den letzten Wochen drehte sich bei uns viel um das Produzieren von Videos. Eine große Idee, gut erklärt, anständig visualisiert und mit einer beeindruckenden Erscheinung in Bild und Ton – das war die Vision. Eigentlich ist sie das noch immer. Doch während der Testläufe wurde uns immer klarer, dass wir uns wieder viel mehr auf den Inhalt fokussieren müssen.

Ein gutes Bild und guter Klang sind nette Extras, aber kein Selbstzweck.

Denn die Zuschauenden unserer Videos suchen bei uns keine Ästhetik, sondern eine Lösung für ein Problem. Es ist völlig egal, wie eine gute Lösung für ein Problem gezeigt wird, solange ihr wesentlicher Kern verständlich wird. Eine schicke Einrichtung im Hintergrund, ein hochauflösendes Bild und glasklarer Klang sind nette Ergänzungen. Sie sind aber nicht der Grund, weshalb unsere Videos angesehen werden.

Versteht mich nicht falsch, wir lieben gute Kameras und Mikrofone. Doch gerade beim digitalen Lernen brauchen wir momentan clevere und kreative Lösungen – und zwar schnell. Jeder verlorene Gedanke, jede unausgesprochene Idee kann eine vertane Chance auf eine bessere Zukunft für die Bildung sein. (Dramatische Pause.)

Starte unperfekt. Leg los und scheiter dich voran.

Wir suchen noch immer nach einer guten Kulisse, vor der wir unsere Videos aufnehmen können. Videos nehmen wir trotzdem schon auf. Und das hat zwei Gründe:

  1. Wenn du mit etwas Neuem anfängst, ist klar, dass dir noch ein paar Dinge fehlen. Wir stehen noch ganz am Anfang. Wir haben kein Studio und auch nicht das Geld dafür, wir haben keine professionelle Kamera und nicht das beste Mikro. Doch das erwartet ja auch niemand. Sei authentisch und beginne mit dem, was du zur Verfügung hast. Gutes Equipment kannst du dir dann Stück für Stück zulegen. Und das bringt uns zum zweiten Punkt.
  2. Wenn du schon Praxiserfahrungen gemacht hast, fallen dir Veränderungen leichter. Im ersten Anlauf wirst du immer kleine Fehler machen, das gehört zum Prozess. Je schneller du erste Erfahrungen machst, desto eher kannst du Dinge anpassen und dich „voran scheitern“. Das gilt auch für die Technik, die zu deinem Zweck passt. Erst durch Ausprobieren erkennen wir unsere Bedürfnisse.

Also konzentriere dich auf den Inhalt, den du teilen möchtest. Wenn du etwas zu sagen hast, werden andere es früher oder später bemerken und wertschätzen.

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